Dienstag, 25. August 2015

Ich werde Texter - kopfüber ins Agenturleben!

Die Geschichte des tapferen Schreiberleins!


Ich werde Texter und hier vom Agenturleben berichten. Das macht man so in der heutigen Zeit, man teilt sein Leben mit der Welt, indem man bloggt - Self-Marketing, quasi. Und Werbung schadet ja bekanntlich (fast) nie. Erkundet gemeinsam mit mir die Marketingbranche und verfolgt meine Karriere!


Doch zunächst ein kleiner Rückblick: Als ehemaliger ewiger Student führte mich mein Weg von der Uni zurück in die Schule, allerdings nicht als Bankdrücker, sondern als Vortänzer. Das zumindest erwarteten die Ausbilder von mir, doch dem konnte und wollte ich auch nicht gerecht werden. Es liegt einfach nicht in meiner Natur, mit kleinen Justins Verhaltensverträge abzuschließen, wenn sie lieber vor der Playstation sitzen als Vokabeln zu pauken. Warum sollte ich auch? Ist das nicht Aufgabe der Eltern? Ich habe auch nicht verstanden, warum ich den Kids nicht einfach erklären darf, was sie lernen sollen, sondern sie es selbst herausfinden müssen. Ist das nicht unnötig kompliziert? Naja, lassen wir das. Der Status Quo ist, dass ich kein Lehrer mehr bin - unabhängig davon, ob meine Art des Lehrens erfolgreich war oder nicht. Nur soviel: Es wird unentwegt auf die Heterogenität der Lernenden (ja, das Wort "Schüler" ist der Genderdiskussion zum Opfer gefallen) hingewiesen, aber die Lehrenden sollen zu einer homogenen Masse geformt werden! Ich bin gespannt, wo das hinführt!

So, aber was nun? Ich habe ein erstes Staatsexamen, meine Fächerkombination ist Deutsch und Englisch. Hm...schwierig! Nochmal studieren? Kein Bock! Eine Ausbildung? Keine Zeit, ich bin immerhin schon 32 Jahre jung! Was kann ich? Schreiben! Okay, das klingt nach einem Plan, aber wer bezahlt mich fürs Schreiben? Die Presse? Ja, aber nicht gut und mal ehrlich: Will ich über Sommerfeste von Kleintierzuchtvereinen schreiben? Auf keinen Fall! Also wohin mit mir? Natürlich, das ist es! Ich mach was mit Werbung! (Werbe-) Texter! So wie Mel Gibson in "Was Frauen wollen". Dickes Gehalt und obendrein werde ich automatisch zum Womanizer. Zwei Fliegen mit einer Klatsche.

Ich, das tapfere Schreiberlein! Vor meinem inneren Auge sehe ich mich schon auf dem Weg in den Olymp der Werbetexter, doch dieser Weg, wird kein leichter sein. Erfahrung und Referenzen sind in dieser Branche einfach "Alles", doch in meiner Vita sucht man beides vergebens. Das gilt es zu ändern und die ersten Schritte habe ich bereits getan.

Nach unzähligen Bewerbungen hatte ich ein Vorstellungsgespräch. Yeah, endlich ein positives Feedback und dann auch noch bei einem "Branchenriesen". Ich sollte im Vorfeld einen sogenannten "Copytest" machen und der schien zu gefallen...wie bereits erwähnt: Schreiben kann ich! Also ab nach Frankfurt und rein in die freie Marktwirtschaft. Mein erstes ernsthaftes Vorstellungsgespräch, die Anspannung steigt.

Ergebnis: Ein Praktikumsplatz!

Das Gespräch verläuft super, die Leute sind nett, alles dufte. Am Ende sagt man mir, dass ich verstehen müsse, dass man mir nicht einfach so eine Festanstellung geben kann, da mir ja etwaige Erfahrungen fehlen. Alles klar, verstehe ich tatsächlich. Aber man möchte mir eine Chance geben, diese Erfahrungen zu sammeln, indem ich ein Praktikum absolviere, an dessen Ende eine Anstellung als Junior Texter winkt. Alles klar, das machen wir! Wann geht´s los? Am 15.09.! Cool, ich freue mich.

Ob ich blogge, wurde ich während des Vorstellungsgespräches gefragt. Ähm, nein, wieso? Ach, tatsächlich, das ist gilt auch als Erfahrung/ Referenz? Na, wenn das so ist...!


I am on my way und den ersten Fuß habe ich in der Tür. Die Geschichte des tapferen Schreiberleins beginnt!




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